Linderung ohne Nebenwirkungen

Die Nase läuft, die Augen jucken – die Pollen sind wieder da. Immer mehr Menschen leiden an Heuschnupfen. Als wirksame Alternative zu Anti-histaminika und Hyposensibilisierung hat sich die Akupunktur bewährt. Über die Hälfte der von Heuschnupfen ge-plagten Menschen sprechen auf die fernöstliche Therapie an und können dadurch die Lebensqualität verbessern - und das ohne Nebenwirkungen.

Behandlung mit Akupunktur und Heilkräutern 

Den Wind vertreiben, die Abwehr stärken

Dabei ist nicht nur das Wetter gemeint, mit den klimatischen Begriffen werden in der TCM auch die Krankheitssymptome beschrieben. Beim Heuschnupfen ist dies die Kombination von "Wind-Hitze" oder "Wind-Kälte". Zum Therapiekonzept der TCM gehört es deshalb, den Wind zu vertreiben, Hitze und Kälte zu beseitigen und die Abwehrfunktion der Lunge zu regulieren. Dazu werden mit Nadeln immunregulierende Akupunkturpunkte an Kopf, Arm, Hand, Bein und Ohr stimuliert. In China wird der Heuschnupfen als "Bi Yuan" bezeichnet, was übersetzt etwa "Nasenpfütze" heisst und auf die gestörte Flüssigkeitsabsonderung der Nasenschleimhaut hindeutet.

Normalerweise ist eine Linderung der Symptome nach 6-9 Akupunktur-Sitzungen zu erwarten. Behandelt wird 2-3 mal wöchentlich. Die Wirkung hält meistens die ganze Heuschnupfensaison an, kann aber auch mehrere Jahre wirken. Bei starkem Heuschnupfen wird die Akupunktur mit individuell abgestimmten Kräuterrezepturen kombiniert. Mit einer vorbeugenden Behandlung sollte ca. zwei bis drei Monate vor Ausbruch der ersten Symptome begonnen werden.

Studien belegen Wirkung

In der Behandlung von Heuschnupfen hat sich die Akupunktur als erfolgreiche Therapie etabliert. Gemäss der deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur sprechen über die Hälfte der Patienten auf Akupunktur an und können dadurch weitgehend auf Medikamente verzichten.

Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Pollen und ist primär in den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Augen lokalisiert. Heuschnupfen zeigt sich als Augenjucken, Augentränen, Schnupfen, Niesreiz, verstopfte Nase, Husten und Asthma. Man nennt ihn auch saisonaler allergischer Schnupfen, da er direkt mit der Blühsaison der entsprechenden Pflanzen in Zusammenhang steht.

Allergien

Allergien können in jedem Lebens-alter zum Ausbruch kommen. Eine Allergie ist eine überschiessende Reaktion des Immunsystems gegen-über bestimmten Substanzen der Umwelt. Das Immunsystem reagiert auf diese Substanzen, obwohl sie eigentlich keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Die Neigung allergisch zu reagieren, scheint ererbt zu sein. Kinder von Allergikern haben ein deutlich erhöhtes Risiko selbst an Allergien zu erkranken. Doch müssen weitere Faktoren zusammen wirken, damit ein Mensch Allergiker wird.

Was genau sind Pollen

Der Pollen (Blütenstaub) dient der Fortpflanzung von Samenpflanzen und beherbergt das männliche Erbgut. Bäume, Gräser und Kräuter sind windbestäubende Pflanzen, deren Pollen sehr fein ist und sich flächendeckend über die Luft verteilt. Die Pollen fliegen kilometerweit und decken dadurch sehr grosse Flächen ab. Je höher die Pollen-konzentration der Luft ist, desto heftiger sind die Beschwerden.

Kreuzallergie

Viele Pollenallergiker leiden auch an einer Nah-rungsmittelallergie. Dies wird als so genannte Kreuzallergie bezeichnet. Das überreagierende Immunsystem ist nicht mehr in der Lage, zwischen Eiweissstrukturen von bestimmten Nahrungsmitteln und Pollen zu unterscheiden und reagiert deshalb auch auf diese Nahrungsmittel allergisch. Die Nahrungsmittelallergie kann saisonal oder das ganze Jahr auftreten.

Allergie auf:

Mögliche Kreuzallergie mit:

Birke, Hasel
(Jan – April)

Apfel, Birne, Brombeere, Pfirsich, Aprikosen, Kirschen, Mandeln, Erdbeeren, Zwetschen, Litschi, Mandeln, Tomaten

Gräser
(Mai-Juli)

Roggen, Hafer, Weizen, Gerste, Soja, Erdnüsse, Erbsen, Kiwi, Tomaten, Pfefferminze

Beifuss
(Juli-August)

Sellerie, Pfeffer, Anis, Koriander, Zimt, Löwenzahn, Kamille, Karotten, Fenchel, Kümmel, Petersilie, Dill, Basilikum, Mayoran, Oregano, Peperoni, Sonnenblumenkerne

Wie erkennt man eine Kreuzallergie?

Pollenallergiker die beim Essen von bestimmten Nahrungsmitteln ein Kribbeln im Gaumen, ein Brennen und Jucken im Mundbereich und an den Lippen verspüren oder gar eine Schwellung im Gesicht bekommen, sollten an eine Kreuzallergie denken. Über 50 Prozent der Baumpollenallergiker weisen Kreuzallergien mit Nahrungsmitteln auf. Beifuss- und Gräserallergiker sind davon weniger betroffen.

Was kann man dagegen machen?

Die entsprechenden Nahrungsmittel roh nur in geringen Mengen essen oder noch besser ganz darauf verzichten. Gekocht oder erhitzt sind sie meistens kein Problem mehr, da die Allergene beim Erhitzen zerstört werden.