Ganzheitliche Gynäkologie

Sanfte Regulation der Hormone

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Die Alternativmedizin und die Komplementärtherapie betrachten gynäkologische Beschwerden ganzheitlich und berücksichtigen die Vorstellungen, Bedürfnisse und Anliegen der Frauen. Verschiedene naturheilkundliche Methoden stehen zur Verfügung, um die weiblichen Hormone sanft zu regulieren, Beschwerden zu lindern und ein neues Gleichgewicht der Hormone herzustellen. Die körperliche, geistige und seelische Gesundheit der Patientinnen wird dabei ganzheitlich gefördert und erhalten.

Therapiemethoden

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  • Akupunktur
  • Arzneimitteltherapie nach TCM
  • Reflexzonentherapie
  • Shiatsu
  • Manuelle Lymphdrainage

Indikationen


Kinderwunschbehandlung mit TCM

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Unerfüllter Kinderwunsch ist ein zunehmendes Problem in unserer Gesellschaft. Viele Paare, die ungewollt kinderlos sind, haben bereits eine lange Leidenszeit hinter sich, bevor sie medizinische Hilfe suchen. Obwohl die moderne Reproduktionsmedizin die letzten Jahre enorme Fortschritte erzielt hat, tritt der Erfolg leider nicht bei allen Paaren ein. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet mit Akupunktur und Arzneimitteltherapie eine wirkungsvolle Unterstützung, um die Chancen einer Schwangerschaft deutlich zu erhöhen.

Infertilität

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Von Infertilität wird gesprochen, wenn trotz regelmässigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr nach einem Jahr keine Schwangerschaft eintritt. Das Verschieben des Kinderwunsches in ein höheres Lebensalter der Frau, schlechte Spermienwerte beim Mann, Endometriose, PCO-Syndrom, Eileiterverschluss und übermässiger Stress sind die häufigsten Ursachen.

Schulmedizinische Behandlung

Der erste Schritt ist die schulmedizinische Abklärung. Hormonstatus, Ultraschall, Untersuchung der Gebärmutter, Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit und Beurteilung der Spermienqualität. Je nach Befund kommen hormonelle Stimulation, Insemination, IVF, ICSI oder IVF-Naturelle zur Anwendung. Diese Behandlungsmethoden sind für viele Frauen sehr belastend. Geschlechtsverkehr nach Terminkalender, Nebenwirkungen der Hormone und die grosse Frustration, wenn es nicht geklappt hat, stellen eine grosse physische und psychische Belastung dar.

Basaltemperatur

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Die Basaltemperatur hat für die Schulmedizin keine grosse Bedeutung mehr. Für die TCM ist sie weiterhin ein wichtiges Instrument, um Ursachen der Infertilität einzugrenzen und den Behandlungsverlauf zu beurteilen und dokumentieren. Die Basaltemperatur wird morgens unmittelbar nach dem Aufwachen unter der Zunge gemessen und in einer Tabelle eingetragen.

Behandlung mit TCM

Die TCM kann nachweislich die Schwangerschaftsraten der modernen Reproduktionsmedizin erhöhen. Insbesondere wenn die Fruchtbarkeit der Frau abnimmt (ab dem 35. Lebensjahr), bei einem PCO-Syndrom oder wenn der Behandlungserfolg bisher wiederholt ausblieb. Bei Paaren ohne feststellbare Ursache (so genannte unerklärbare Infertilität) und bei Frauen mit leichten Befunden wie unregelmässigem Eisprung, hormonelle Dysbalance und milde Endometriose kann eine nicht-hormonelle Behandlung auf Basis der TCM die Fruchtbarkeit erhöhen, so dass die Möglichkeit einer Schwangerschaft auf natürlichem Weg realistisch wird.

Wirkungen der TCM

  • Die weiblichen Hormone werden reguliert, die Zyklusdauer wird Regelmässig.
  • Die Funktion der Eierstöcke wird angeregt und die Qualität der Eizellen erhöht.
  • Die Durchblutung der Gebärmutter wird erhöht.
  • Der Aufbau der Gebärmutter-Schleimhaut (Endometrium) wird verbessert.
  • Spermien-Qualität und Quantität wird erhöht.
  • Erhöht die Schwangerschaftsrate bei künstlicher Befruchtung.
  • Die Einnistung der Eizelle wird gefördert.
  • Kontraktionen der Gebärmutter werden vorgebeugt und das Fehlgeburtsrisiko wird reduziert.
  • Frau und Mann werden entspannter.

Männliche Infertilität

Auch Männer können von einer TCM-Behandlung profitieren und ihre Fruchtbarkeit verbessern. Anzahl und Beweglichkeit der Spermien werden erhöht, Fehlbildungen reduziert. Je nach Situation kann eine urologische Abklärung erforderlich sein.

Entspannung und Lebensstil

Massnahmen zur Entspannung auf der psychischen und seelischen Ebene wie Shiatsu oder Entspannungstechniken, beeinflussen die Kinderwunschbehandlung positiv. Eine wichtige Massnahme sind auch Anpassungen des Lebensstils wie Stressabbau, Reduktion des Tabakkonsums, Zunehmen bei Untergewicht resp. Abnehmen bei Übergewicht.


Entspannte und harmonische Reise

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Die Zeit der Schwangerschaft ist für die werdende Mutter eine Reise durch körperliche und emotionale Veränderungen. Mit der japanischen Meridiantherapie Shiatsu kann diese Reise auf natürliche und ganzheitliche Weise unterstützt werden. Shiatsu wirkt entspannend und bringt Körper und Seele in Balance. Die Wahrnehmung und das Vertrauen in den Körper werden gefördert, die Beziehung zwischen Mutter und Kind gestärkt. Leichte Schwangerschaftsbeschwerden können gelindert und das Wohlbefinden gesteigert werden.

Jede Schwangerschaft ist einzigartig

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Eine Schwangerschaft bedeutet für die werdende Mutter eine ausserordentliche Situation sowohl auf physischer, emotionaler und energetischer Ebene. Keine Schwangerschaft verläuft gleich und jede Frau hat eigene Bedürfnisse auf dem Weg zur Geburt und zum Mutter-Sein. Shiatsu kann in allen Phasen der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett unterstützend eingesetzt werden.

Shiatsu - sanfte und sichere Methode

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Durch sanfte Meridianarbeit bietet Shiatsu auf natürliche und ganzheitliche Weise Unterstützung während der Schwangerschaft. Im ersten Schwangerschaftsdrittel werden ruhige, sanfte und haltende Techniken bevorzugt. Im zweiten Trimester wachsen das Baby und der Bauch am stärksten. In dieser Zeit ist es wichtig den Energiefluss zu unterstützen. Im letzten Trimester sind die meisten Organe ausgebildet und das Baby dreht sich bereits in Geburtsposition. Die Meridianarbeit wird nun aktiver. Es wird mit Übungen, Atemtechniken und Bewegung gearbeitet. Der Gymnastikball, aber auch sitzende und stehende Positionen werden in die Behandlung eingebaut. Nach der Geburt kann mit Shiatsu die emotionale Umstellung unterstützt werden. Stärkende Techniken helfen der Mutter wieder zu Kräften zu kommen, fördern den Milchfluss und die Rückbildung der Gebärmutter.

Emotionale Verbindung Mutter-Kind

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Shiatsu betrachtet den Menschen als eine Einheit von Körper,Geist und Seele. Durch die achtsame Berührung des Körpers im Meridiansystem werden Blockaden aufgespürt und gelöst. Durch den Energieausgleich der Meridiane können sich körperliche und seelische Anspannungen lösen. In der Schwangerschaft wird die Energie des heranwachsenden Kindes miteinbezogen, welche sich deutlich von der Mutter unterscheidet. Durch das Einswerden mit der Mutter fühlt sich das Kind willkommen und geborgen. Es kann dies durch stärkere Bewegungen oder auch mehr Ruhe signalisieren. Durch die bewusste Wahrnehmung der Mutter kann das erste Kennenlernen stattfinden und eine Beziehung aufgebaut werden - woran sich Mutter und Kind auch nach der Geburt noch erinnern.

Schwangerschaftsbeschwerden

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Durch die körperlichen und hormonellen Veränderungen können Schwangerschaftsbeschwerden entstehen. Shiatsu kann Linderung verschaffen bei:

  • Schwangerschaftsübelkeit
  • Sodbrennen
  • Verstopfung
  • Rückenschmerzen und Ischias
  • Ödemen und Wassereinlagerungen
  • Ängsten, Stress und Müdigkeit

Shiatsu tut auch Papa gut

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Auch der Papa kann sich während der Schwangerschaft gestresst fühlen. Shiatsu hilft Ruhe und Gelassenheit zu finden, Energie aufzutanken und das innere Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Somit werden ideale Voraussetzungen geschaffen, der Partnerin während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett eine gute Unterstützung zu bieten.


Sanfte Regulation der Hormone

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Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase im Leben einer Frau. Es findet dabei eine Hormonumstellung statt und die Fruchtbarkeit nimmt allmählich ab. Während dieser Zeit können Beschwerden unterschiedlicher Art und Intensität auftreten. Ebenso individuell sind die Strategien, wie frau sich wohl fühlt. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet mit Akupunktur und Arzneimitteltherapie eine natürliche und ganzheitliche Unterstützung für Beschwerden der Wechseljahre.

Phasen der Wechseljahre

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Wechseljahre (Klimakterium, Abänderung)

Als Prämenopause bezeichnet man die fünf bis zehnjährige Zeitspanne vor der letzten Regelblutung. Die Hormonproduktion der Eierstöcke lässt allmählich nach. Es findet nicht mehr in jedem Zyklus ein Eisprung statt. Die Fruchtbarkeit nimmt ab. Frauen bemerken in dieser Phase vor allem Veränderungen der Zyklusdauer und der Blutungsstärke sowie das Ausbleiben einzelner Perioden.

Die Perimenopause kann man als die Phase des eigentlichen Wechsels bezeichnen. Sie beginnt ein bis zwei Jahre vor der letzten Menstruation und endet ein Jahr danach. Die Perimenopause ist begleitet von den typischen Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweissausbrüchen, Herzrasen, Schlafstörungen, Nervosität, Stimmungsschwankungen (Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Depression) und Konzentrationsstörungen. 

Die Menopause bezeichnet lediglich die letzte Menstruation. Der genaue Zeitpunkt ihres Eintretens lässt sich nur rückblickend nach zwölf blutungsfreien Monaten festlegen. Die meisten Frauen haben ihre letzte Menstruation im Alter von 50-52 Jahren. 

Die Postmenopause schliesst sich direkt an die Perimenopause an. Die Perioden haben aufgehört, die fruchtbare Phase ist vorbei. Die neue hormonelle Situation (Östrogenmangel) kann zu trockener Scheide, Blasenbeschwerden, Libidoverlust, Osteoporose und Blutdruckanstieg führen.

Alternative zu Hormonen

Nicht jede Frau möchte oder darf eine Hormontherapie bei Wechseljahrbeschwerden bekommen. Studien haben gezeigt, dass durch Hormone die Risiken für Thrombose, Brustkrebs und weitere Erkrankungen steigen. Hormontherapien sollten deshalb zurückhaltend angewendet werden. Für moderate Beschwerden gibt es wirkungsvolle Alternativen. Die chinesische Medizin hat mit Akupunktur und Arzneimitteltherapie zwei erprobte Methoden für die sanfte Regulation der Hormone.

Gedanken zu den Wechseljahren

Für viele Frauen stellen die Wechseljahre nicht nur eine biologische Phase des Wechsels dar, sondern auch eine soziale. Die eigenen Kinder werden flügge und ziehen aus. Wie soll es beruflich weitergehen? Was verändert sich für die Partnerschaft? Die eigenen Eltern oder die des Partners werden krank oder pflegebedürftig - was muss organisiert werden, wie weit will ich mich engagieren? Die Phase der Fruchtbarkeit ist zu Ende. Ich bin die Verhütungssorgen los. Haben sich meine Familienwünsche erfüllt? Die monatliche Periode fällt weg. Erleichterung oder Sorge, sich nicht mehr als vollwertige Frau zu fühlen? Viele Fragen, die sehr grundsätzlich mit dem Lebensplan einer Frau verknüpft sind und Anlass geben zum Nachdenken, zu Erleichterung, zum Freisetzen neuer körperlicher und geistiger Energien, Freude, Trauer - in den meisten Fällen jedenfalls zu durchaus ambivalenten Gefühlen.

Wechseljahre als Chance

Nicht alle Frauen erleben die Wechseljahre gleich intensiv. Fast ein Viertel der Frauen haben ausser der ausbleibenden Periode keine Symptome. Ein Fünftel hingegen fühlt sich im Alltag durch die Beschwerden stark beeinträchtigt. Wechseljahre sind normal. Sie bieten die Chance, sich neu zu orientieren und ein neues Selbstbewusstsein zu entwickeln.