Beschwerdefrei durch die Wechseljahre

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase im Leben einer Frau. Es findet dabei eine Hormonumstellung statt und die Fruchtbarkeit nimmt allmählich ab. Während dieser Zeit können Beschwerden unterschiedlicher Art und Intensität auftreten. Ebenso individuell sind dabei die Strategien wie frau sich wohl fühlt. Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet dazu eine natürliche und ganzheitliche Unterstützung.

Wechseljahre (Klimakterium, Abänderung)

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Als Prämenopause bezeichnet man die fünf bis zehnjährige Zeitspanne vor der letzten Regelblutung. Die Hormonproduktion der Eierstöcke lässt allmählich nach. Es findet nicht mehr in jedem Zyklus ein Eisprung statt. Die Fruchtbarkeit nimmt ab. Frauen bemerken in dieser Phase vor allem Veränderungen der Menstruation wie Zyklusverkürzung, Ausbleiben einzelner Perioden oder auch starke Blutungen.

Die Perimenopause kann man als die Phase des eigentlichen Wechsels bezeichnen. Sie beginnt ein bis zwei Jahre vor der letzten Menstruation und endet ein Jahr danach. Die Perimenopause ist oft begleitet von den typischen Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweissausbrüchen, Herzrasen, Schlafstörungen, Nervosität, Stimmungsschwankungen (Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Depression) und Konzentrationsstörungen.

Die Menopause bezeichnet die letzte Menstruation. Der genaue Zeitpunkt ihres Eintretens lässt sich nur rückblickend nach zwölf blutungsfreien Monaten festlegen. Die meisten Frauen haben ihre letzte Menstruation zwischen 48 und 54.

Die Postmenopause schliesst sich direkt an die Perimenopause an. Die Perioden haben aufgehört, die fruchtbare Phase ist vorbei. Die hormonelle Umstellung (Östrogenmangel) kann zu trockener Scheide, Blasenbeschwerden, Libidoverlust, Osteoporose und Blutdruckanstieg führen.

Hormonersatztherapie

Studien haben gezeigt, dass durch eine Hormonersatztherapie die Risiken für Thrombose, Brustkrebs und weitere Erkrankungen massiv steigen. Heute werden deshalb Hormonersatztherapien eher vorsichtig und zurückhaltend angewendet - und oft nur so lange fortgesetzt wie tatsächlich Beschwerden bestehen. Nach einer gewissen Zeit geben Absetzversuche Auskunft darüber, ob sich die Beschwerden im neuen hormonellen Gleichgewicht gebessert haben. Ansonsten wird nach einer neuen Nutzen-Risiko-Analyse die Behandlung fortgesetzt - unterstützt durch jährliche gynäkologische Kontrolluntersuche.

Gedanken zu den Wechseljahren

Für viele Frauen stellen die Wechseljahre nicht nur eine biologische Phase des Wechsels dar, sondern auch eine soziale. Die Kinder werden langsam flügge und ziehen aus, wie soll es beruflich weitergehen, was verändert sich für die Partnerschaft? Die eigenen Eltern oder die des Partners werden krank oder pflegebedürftig - was muss organisiert werden, wie weit will ich mich engagieren? Die Phase der Fruchtbarkeit ist zu Ende, ich bin die Verhütungssorgen los - haben sich meine Familienwünsche erfüllt? Die monatliche Periode fällt weg - Erleichterung oder Sorge, nicht mehr als vollwertige Frau angesehen zu werden? Viele Fragen, die sehr grundsätzlich mit dem Lebensplan einer Frau verknüpft sind und Anlass geben zum Nachdenken, zu Erleichterung, zum Freisetzen neuer körperlicher und geistiger Energien, Freude, Trauer - in den meisten Fällen jedenfalls zu durchaus ambivalenten Gefühlen.

Nicht alle Frauen erleben die Wechseljahre gleich intensiv. Fast ein Viertel der Frauen haben ausser der ausbleibenden Periode keine Symptome. Ein Fünftel fühlt sich im Alltag durch ihre Beschwerden stark beeinträchtigt. Wechseljahre sind normal. Sie bieten die Chance, sich neu zu orientieren und ein neues Selbstbewusstsein zu entwickeln.