Migräne/Kopfschmerzen

Viele Menschen leiden chronisch unter Kopfschmerzen und Migräne. Die Behandlung mit Schmerzmitteln lindern die Beschwerden nur vorübergehend. Über längere Zeit eingenommen verursachen sie oft zusätzliche Probleme. Die Akupunktur hat sich als wirkungsvolle und nachhaltige Therapie in der Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne etabliert, und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Studien belegen Wirkung

In der Behandlung von Migräne hat sich die Akupunktur als erfolgreiche Therapie etabliert. In einer deutschen Studie der Universität Bochum waren mit Akupunktur behandelte Migränepatienten durchwegs zufriedener (52%) als medikamentös behandelte Patienten der Kontrollgruppe (34%).

Kopfschmerzen in der TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) unterscheidet verschiedene Kopfschmerztypen. Am häufigsten ist der Gallenblasentyp, der dem migränetypischen einseitigen Schläfenkopfschmerz entspricht. Der Magentyp ist auf der Stirn lokalisiert, der Blasentyp zieht sich von der Nackenregion in die Stirn, während der Lebertyp genau auf der Schädeldecke empfunden wird. Analog dieser Einteilung werden die Schmerzen den ent-sprechenden Meridianen zugeordnet und mit Akupunktur behandelt.

Nach westlichem Verständnis lässt sich die Akupunktur als eine Aktivierung der Eigenregulation des Körpers erklären. Die Nadeln fördern die Aus-schüttung von körpereigenen Botenstoffen und schmerzhemmenden Substanzen wie Endorphin. Diese stabilisieren die schwankende Durchblutung im Gehirn und unterbinden die Schmerzsignale.

Behandlung mit Akupunktur

Behandelt wird mit mehreren Lokalpunkten am Kopf kombiniert mit Fernpunkten an oberen und unteren Extremitäten. Bei starken Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen werden auch Punkte am Bauch mit einbezogen. Zur Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne sind neun bis zwölf Sitzungen erforderlich. Bei schweren und hartnäckigen Fällen stellt sich eine nachhaltige Besserung häufig erst nach zwei Behandlungszyklen ein. Etwa 3-4 Monate nach Beendigung der Therapie sollte eine Auffrischbehandlung mit drei bis vier Sitzungen erfolgen um den Langzeiterfolg zu sichern.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen die man als Reaktion des Körpers auf ungewohnte oder ungesunde Lebensumstände wie übermässiger Alkoholkonsum, zu wenig Trinken, Reizüberflutung oder Bewegungsmangel einstufen kann, fasst man unter dem Begriff "banale Kopf-schmerzen" zusammen. Diese Form von Kopfschmerzen kennt wohl jeder von uns.

Migräne

Migräne tritt in Anfällen auf und äussert sich meist durch einseitige pochende Schmerzen, die oft mit Übelkeit, Erbrechen, Lärm-, Geruchs- und Lichtempfindlichkeit einhergehen. Bei einigen Migränepatienten kündigt sich ein Anfall mit Augenflimmern oder anderen Symptomen an. In schweren Fällen sind die betroffenen Menschen stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Verschiedene Faktoren wie Wechsel von Anspannung auf Entspannung am Wochenende, Änderungen des üblichen Tagesablaufs (Schlaf, Mahlzeiten), hormonelle Schwankungen (Menstruation) oder extreme äussere Reize können einen Migräneanfall auslösen. Nach dem Anfall ist für eine bestimmte Zeit Ruhe. Der Zustand ist stabil für Tage oder Wochen, als ob sich mit dem Anfall etwas entladen hätte. In dieser Zeit lösen die bekannten Faktoren keine neuen Anfälle aus. Nach dieser Phase baut sich wieder zunehmend ein instabiler Zustand auf, bis schliesslich geringste Reize ausreichen, den nächsten Anfall auszulösen. Viele Theorien sind aufgestellt worden um die Entstehung dieser Krankheit zu erklären. Nach heutiger Auffassung wird die Migräne durch eine vorüber gehende Hirnfunktionsstörung ausgelöst.

Spannungskopfschmerzen

Wenn es beidseitig um den Kopf herum drückt und zieht, der Kopf sich wie in einem Schraubstock eingespannt fühlt und die Schmerzen unter Stress oder gegen Abend zunehmen, liegen Spannungskopfschmerzen vor. Sie sind mit Abstand die häufigste Form von Kopfschmerzen. Wie Spannungskopfschmerzen entstehen ist nicht genau geklärt. Einerseits scheint eine Verspannung der Muskulatur in Schulter und Nackenbereich eine Rolle zu spielen. Andererseits geht man von einer verminderten Reizschwelle bei der Schmerzverarbeitung im Gehirn aus. Schmerzen werden dadurch schneller und stärker wahrgenommen.

Schmerzmittelkopfschmerzen

Durch die regelmässige Einnahme von Schmerzmitteln bei chronischen Kopfschmerzen, oft in steigender Dosierung, kann sich paradoxerweise ein Dauerkopfschmerz entwickeln. Der Kopfschmerz ist überwiegend beidseitig lokalisiert und wird von den Patienten als dumpf, drückend oder stechend beschrieben. Er ist leicht bis mittelschwer und ändert sich nicht oder nur wenig im Laufe des Tages. Für eine erfolgreiche Therapie muss ein Schmerzmittelentzug durchgeführt werden.

Andere Ursachen von Kopfschmerzen

Verschiedene Erkrankungen können ebenfalls Kopfschmerzen verursachen. Grippe, Erkältung, Sinusitis, Hirnhautentzündung, Beschwerden der Halswirbelsäule, Glaukom, Bluthochdruck, Hirntumor – um einige zu nennen. In diesem Fall muss die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden.