Methoden

Die Akupunktur und die chinesische Kräuterheilkunde sind die beiden Eckpfeiler der TCM. Daneben gibt es weitere Behandlungsmethoden.

 

Akupunktur

Dünne Nadeln werden in Akupunkturpunkte gestochen um die Eigenregulation des Körpers gezielt zu beeinflussen. Akupunkturpunkte liegen auf Meridianen (Energiebahnen) welche sich über den ganzen Körper erstrecken und in denen nach den Vorstellungen der chinesischen Medizin die Lebensenergie "Qi" fliesst. Demnach sind Krankheiten und Schmerzen die Folge einer Störung des Energieflusses im Körper. Ziel der Akupunktur ist, den Qi-Fluss zu kräftigen und Blockaden zu lösen, um so Schmerzen zu lindern und Krankheiten zu beseitigen. Dazu wird basierend auf der Diagnose eine individuelle Punkte-kombination zusammen gestellt und mit Akupunktur behandelt. Neben der Körperakupunktur gibt es verschiedene Sonderformen wie Ohr- und Schädelakupunktur.

 

 

ànadelfreie Laser-Akupunktur

 

Chinesische Kräuterheilkunde (Herbalistik)

Die chinesische Kräuterheilkunde kennt mehrere tausend Heilpflanzen. Ausgehend von der Diagnose wird eine individuelle Rezeptur erstellt die bis zu 20 Substanzen enthalten kann. Diese komplexen Mischungen sind sehr effektiv und trotzdem harmonisch und nebenwirkungsarm, da sie auf das Beschwerdebild der Patienten abgestimmt werden. Kräutermischungen sind als Tropfen, Pulver oder Kapseln erhältlich.

 

 

In der Schweiz werden chinesische Heilkräuter durch die Swissmedic zugelassen. Die Lieferanten müssen strenge Auflagen erfüllen und die Kräuter u.a. auf Schadstoffe wie Schwermetalle oder Pestizide prüfen.

 

Moxa (Moxibustion)

Moxa ist eine Wärmetherapie und wird oft mit der Akupunktur kombiniert. Die Wärme wird durch Abbrennen von getrocknetem Beifusskraut erzeugt. Die intensive Wärme hat eine sehr tiefgehende und lang anhaltende Wirkung auf den Körper

 

 

Schröpfen und Schröpfmassage

In Schröpfgläsern wird ein Unterdruck erzeugt und auf das zu behandelnde Körperareal aufgesetzt. Schröpfen fördert die Gewebsdurchblutung, aktiviert den Stoffwechsel, wirkt entspannend und schmerzlindernd. Zudem können über Reflexzonen die Organe stimuliert werden.

 

 

Gua Sha

Die zuvor eingeölte Haut wird mit einem stumpfen Werkzeug geschabt bis eine leichte Rötung entsteht. Dadurch lösen sich muskuläre Verspannungen und Schmerzen werden gelindert. Ausserdem wird das Immunsystem aktiviert.

 

 

Shonishin-Meridiantherapie

Shonishin wurde in Japan aus der Akupunktur entwickelt. Mit Hilfe von verschiedenen Instrumenten werden streichende, schabende oder klopfende Reize auf der Haut ausgeführt und dadurch sanft Akupunkturpunkte und Meridiane stimuliert. Die Shonishin-Meridiantherapie wird ausschliesslich in der Kinderheilkunde angewendet.

 

 

Tuina-Massage und Akupressur

Tuina bedient sich verschiedener Massagetechniken und spezieller Manipulationen. Bei der Akupressur werden Akupunkturpunkte mit Fingerdruck stimuliert. Tuina und Akupressur sind besonders wirksam bei Beschwerden des Bewegungsapparates, aber auch anderen Störungen wie Kopfschmerzen. Ein grosses Anwendungsgebiet findet sich auch in der Kinderheilkunde. Kinder zeigen eine grosse Reaktionsbereitschaft auf Tuina. Dadurch können zahlreiche Krankheitsbilder wirkungsvoll und schonend behandelt werden.

 

 

Ernährung nach den fünf Elementen

Die chinesische Ernährungslehre teilt die Nahrungsmittel ein nach Element (Organ), Temperatur (Energetik/Stoffwechsel) und Geschmack (Wirkungs-ebene). Mit dem Wissen um die Wirkungen der Nahrungsmittel auf den Körper, kann auf einfache Weise die persönliche Konstitution unterstützt, die Jahreszeiten ausgeglichen und nach Krankheiten die Genesung gefördert werden.

 

 

 

© 2004-2010 Hans-Peter Glauser

Ganzheitlich und Kompetent